Zum Hauptinhalt springen

OPEN CALL "VERBOTENE KUNST"

Frist: Freitag, 12. September 2025

Open Call für Produktionen „Verbotene Kunst“ – Tanz als Ort des Widerstands und der Auseinandersetzung

Mit dem Open Call „Verbotene Kunst“ läd das Orangerie Künstler:innen ein, sich mit den politischen Grenzen von Tanz auseinanderzusetzen. Im Zentrum steht ein offener Diskurs über Zensur, Cancel Culture und die Frage, wie Tanz als widerständige Praxis verstanden und gelebt werden kann.

Wir suchen künstlerische Arbeiten, die Erfahrungen mit politischer Einschränkung, Ausschlussmechanismen oder Zensur reflektieren – und diese Perspektiven in choreografischer, performativer oder interdisziplinärer Form sichtbar machen.

Thematische Schwerpunkte
Die Ausschreibung stellt Fragen, die Tanz und Politik ins Spannungsverhältnis setzen:
Kann Tanz zensiert werden? In welchen gesellschaftlichen Kontexten gilt Tanz als Bedrohung?
Kunst vs. Politik: Wo verlaufen die Grenzen, und welche Rolle spielen politische Narrative in Tanzproduktionen?
Förderung & Ausschluss: Welche Arbeiten erhalten Unterstützung – und welche nicht? Welche Mechanismen beeinflussen die künstlerische Freiheit im Produktions- und Förderbetrieb? 
Cancel Culture & Sichtbarkeit: Welche Stimmen werden verstärkt, welche zum Schweigen gebracht? Programm & Formate

Ausgewählte Projekte werden als Ko-Produktionen im Herbst/Winter 2026 im Orandgerie Theater realisiert und im Rahmen von Performances, Panel- Diskussionen und Gesprächen präsentiert. Neben den Aufführungen schaffen Panels mit Künstler:innen, Kurator:innen und Wissenschaftler:innen einen Raum für Austausch und kritische Reflexion über Macht, Kontrolle und Widerstand im Tanz.

Eingeladen sind Künstler:innen aller Disziplinen, die Tanz als widerständige Praxis erforschen und ihre Perspektiven in künstlerische Arbeiten übersetzen möchten.

Diversität & Inklusion
Wir freuen uns ausdrücklich über Bewerbungen von Künstler:innen, die in den darstellenden Künsten unterrepräsentiert sind, darunter (aber nicht ausschließlich):
Frauen und FLINTA*
Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen
Künstler:innen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte
BIPoC-Künstler:innen
Queere Künstler:innen und Mitglieder der LGBTQIA+-Communities
Künstler:innen aus Arbeiter:innen- und anderen marginalisierten Kontexten

Unser Ziel ist es, vielfältige Perspektiven im Tanz zu stärken und Raum für Stimmen zu schaffen, die dominante Narrative hinterfragen. Nachhaltigkeit Wir ermutigen zu Projekteinreichungen, die Prinzipien der Nachhaltigkeit berücksichtigen – sei es durch ökologische Verantwortung (ressourcenschonende Produktionen, klimafreundliche Tourpraxis), soziale Nachhaltigkeit (faire Arbeitsbedingungen, inklusive Zusammenarbeit) oder strukturelle Nachhaltigkeit (Modelle, die langfristige Wirkung und Austausch ermöglichen). Indem Nachhaltigkeit mit künstlerischem Widerstand verbunden wird, wollen wir Arbeiten fördern, die über die Bühne hinaus Resonanz entfalten und zu einem nachhaltigen kulturellen Wandel beitragen.

Bewerbung
Bewerbungen mit einem kurzen CV (inklusive der voraussichtlich beteiligten Künstler:innen), einer Konzept-Idee und/oder Skizzen (max. 2-Seiten) sowie einem ersten unverbindlichen Kosten- und Finanzierungsplan (KFP) können bis zum 12. September an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und sarah.youssef@orangerie- theater.de

Alle bewerber:innen erhalten am 15. September Rückmeldung. Internationale Bewerber:innen sind ebenfalls willkommen, sofern eine Teilfinanzierung bereits gesichert ist oder realistisch in Aussicht steht.