Das Bild der Frau- das ewig Weibliche

Frist: Sonntag, 10. Dezember 2017

Durch alle Zeit-und Stilepochen hindurch wurde „die Frau“ als Motiv künstlerischer Darstellung „genutzt“. Wo steckt hierbei das Geheimnis dieses Interesses? Kann die Darstellung des Weiblichen in der Kunst diesen Zauber rechtfertigen, der seit Anbeginn menschlicher Kreativität diesem Motiv innewohnt?

Die Frau ist in der Kunst ja nicht nur Erotik und Schönheit pur- sie stellt sich dar als Studienobjekt, als Realismus-Motiv, sie ist Norne und Engel, Nonne und Kurtisane; sie befeuert die Mythologie und die Hexenangst im Mittelalter; sie ist Emanze und Kriegerin, Heilerin, Königin, Herrin; gibt sich als Revoluzzerin und beschützende Mutter, Sportlerin, Kämpferin und ist natürlich Künstlerin, die sich selbst darstellt und so die Rolle und Bedeutung der Frau vorantreibt, realisiert, mystifiziert. Wie sieht sie als Kreative ihr eigenes Abbild- und: was stellt der Mann als Künstler mit Sicht auf die Frau dem gegenüber? Sind männliche Darstellungen des Weibes völlig anders befrachtet? Nutzen beide Geschlechter spezifisch unterschiedliche Materialien, Formate oder Stilisierungen?

Die Ausstellung soll einige dieser Fragen und Interessenslagen beantworten, beleuchten, diskutieren. Sie soll verdeutlichen, welch unterschiedliche Begehrlichkeiten bei der Auseinandersetzung mit dem Thema bildnerisch im zwei-und dreidimensionalen Bereich die Macher antreiben.