„PROJECT ON" 2019

Frist: Montag, 04. Februar 2019

Um Künstler*innen die Möglichkeit zu bieten, ihre Arbeiten in Deutschland auszustellen, und den künstlerischen Austausch zu fördern, ruft das Koreanische Kulturzentrum dazu auf, Werke einzureichen, die in seiner gallery damdam gezeigt werden sollen. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung von Künstler*innen und Kurator*innen.

1. Thema der öffentlichen Ausschreibung: Erinnerung an die koreanische Teilung Gegenwärtig wird weltweit mit großem Interesse verfolgt, wie sich die Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea weiterentwickeln. Auch in der südkoreanischen Kunstszene steht die Situation auf der koreanischen Halbinsel im Fokus, angefangen mit dem „REAL DMZ“-Projekt, dem Motto der Biennalen von Gwangju und Busan im Jahr 2018 sowie verschiedenen Kunstprojekten, die die koreanische Teilung behandeln.

Anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls im Jahr 2019 besteht auch in Deutschland ein sowohl direktes als auch indirektes Interesse an der gegenwärtigen Lage auf der koreanischen Halbinsel. Das Thema des öffentlichen Ausschreibungsprogramms des Koreanischen Kulturzentrums folgt ebenfalls dieser allgemeinen Interessenlage. Dennoch wirft es eine etwas andere Fragestellung auf und möchte sich der koreanischen Halbinsel und der damit zusammenhängenden Welt annähern. Wie werden wir in unserem Lebensraum und –alltag an Nordkorea und die Realität der Teilung erinnert? Durch dieses Ausstellungsprojekt möchten wir einen Dialog darüber anstoßen, an welchem Ort und in welcher Form wir nach der Teilung leben, und an welchem Ort und in welcher Welt wir in der nahen Zukunft leben wollen. „Die DMZ ist ein politisches Faktum und eine Landschaft, in der sich Traumata, Verlust, Schmerz, Zeitlichkeit, Gewalterfahrung einer ganzen Nation bündeln und künstlerische Reflexionen zu politischen und kulturellen Themen herausgefordert werden. Heimat, Familie, Exil, Landschaft, Orte, Verlust, Zugehörigkeit, Würde, Solidarität und Neuanfang wirken von hier aus in die gesamte Gesellschaft hinein und haben nachfolgende Generationen nachhaltig beeinflusst. Es werden künstlerische Vorschläge und Konzepte gesucht, die die Erinnerungen der Vergangenheit vor dem Vergessen oder Verdrängen bewahren, zugleich aber aus diesen schmerzlichen Erinnerungen und Erfahrungen Vorschläge aufzeigen, welche die Gegenwart in modernen Gesellschaften zu gestalten vermögen. Es werden künstlerische Werke ausgewählt, die eine angemessene Form von Erinnern und Bezeugen herausarbeiten und eine Rückeroberung der Zukunft andeuten.“ – Dr. Britta Schmitz

2. Art der Ausstellung: Gruppenausstellung
Im Falle der Bewerbung durch Einzelpersonen werden die Werke von maximal sechs Personen ausgewählt und in Form einer Gruppenausstellung gezeigt 
Es besteht auch die Möglichkeit der Bewerbung durch Künstlergruppen

3. Ausstellungszeitraum
Mitte Juli bis Ende August 2019

4. Bewerberkreis
Einzelpersonen oder Gruppen, die bereits Ausstellungserfahrung im In- oder Ausland (mehr als ein Mal) vorweisen können 
Im Falle der Bewerbung durch einen Kurator/ eine Kuratorin müssen die Namen der ausgewählten Künstler*innen, Informationen zum Ausstellungsaufbau und zum Budget sowie ein fertiger Ausstellungsplan eingereicht werden

5. Bewerbungszeitraum
21. Januar – 4. Februar 2019

6. Einzureichende Unterlagen
Vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular (Download des Formulars in Form der angehängten Datei Opencall_gallery_damdam_2019.pdf unten auf dieser Website)
Lebenslauf von maximal 500 Wörtern 
Portfolio im DIN-A4-Format (unter den Werken Angabe von Titel, Material, Größe, Entstehungsjahr und bei Bedarf auch des Technical Riders; pro Werk nicht mehr als 3 Abbildungen, höchstens 5 Werke) * Im Falle von noch nicht realisierten Werken Einreichen einer Skizze oder eines detaillierten Werkplans (1 DIN-A4-Seite) * Eingereichte Videos sollten eine Länge von maximal 5 Minuten haben und in Form eines Links und im Portfolio in Form eines Film-Stills oder Fotos eingereicht werden (bei Filmen, Sound- oder Performancewerken)
Erläuterungen zum Werk von maximal 1000 
Ausstellungsplan von maximal 2000 Wörtern (nur im Falle der Bewerbung durch eine Gruppe oder durch einen Kurator/ eine Kuratorin) * Verfassen der Dokumente entweder auf Deutsch oder Englisch * Zusendung sämtlicher Bewerbungsunterlagen gebündelt in einer PDF-Datei, deren Größe maximal 10 MB betragen sollte (Dateiname: Künstlername_2019.pdf) 7. Auswahlverfahren und Veröffentlichung der Ergebnisse

Auswahl der Künstler*innen durch eine Jury, die sich aus internen und externen Mitgliedern zusammensetzt * Dr. Britta Schmitz, Dr. Siegfried Ziellinski, Ka Hee Jeong
Anfang März 2019 Bekanntgabe der ausgewählten Künstler*innen auf der Website des Koreanischen Kulturzentrums

8. Art der Unterstützung
Pro Person maximal 700 US-Dollar (beschränkt sich auf Transportkosten, Reisekosten, Materialkosten) Werbemaßnahmen für die Ausstellung, Durchführung der Vernissage, Auf- und Abbau der Werke * Im Falle der Auswahl einer Gruppe oder einer von Kuratoren organisierten Ausstellung müssen über die Art der Unterstützung noch einmal individuelle Absprachen erfolgen

9. Einreichen der Bewerbungsunterlagen
Per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (bitte Folgendes in der Betreffzeile angeben: Name des Künstlers/ bzw. der Gruppe 2019) 

Bewerbung per Post oder durch persönliche Abgabe der Unterlagen nicht möglich * Unvollständige Unterlagen können beim Auswahlverfahren nicht berücksichtigt werden. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Kuratorin des Koreanischen Kulturzentrums Frau Ka Hee Jeong.