Tandem-Stipendium des Umweltbundesamtes

Frist: Sonntag, 29. Juli 2018

Neue Formen der Erkenntnisproduktion im Schnittfeld von Kunst und Wissenschaft

Bewerbung bis 29. Juli 2018

Wie können wir durch das Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen artikulieren, Transformationsprozesse kritisch begleiten und den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen? Und welche kulturpolitischen Konzeptionen lassen sich durch einen reflexiven Perspektivwechsel ableiten? Zum zweiten Mal vergibt das Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen des Forschungsprojekts Neue Ansichten ein Stipendium für Kunstschaffende.

Eine prominent besetzte Jury (Julius von Bismarck, Prof. Anke Haarmann, Prof. Susanne Lorenz) wählt unter den eingereichten Bewerbungen vier Stipendiat*innen aus. Beim Tandem-Stipendium bewerben sich die Kunstschaffende konkret für die Zusammenarbeit mit einem/einer der nominierten Wissenschaftler*innen oder mit einem der Experten-Teams des UBA. Die ausgewählten Künstler*innen erhalten im Herbst / Winter 2018 ein vierwöchiges Arbeitsstipendium in Höhe von 2.000 Euro, um gemeinsam mit den Wissenschaftler*innen einen künstlerischen Forschungsprozess zu bestreiten. Außerdem stehen für die Stipendiaten Reise- und Unterbringungskosten von max. 1.000 Euro zur Verfügung. Nicht übernommen werden Produktionskosten oder die Finanzierung einer Einzelausstellung oder Aufführung/Publikation eines Werks. Ziel des Tandem-Stipendiums ist es, den kulturellen Diskurs zwischen Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeitspolitik voranzutreiben. Im Mittelpunkt stehen dabei neue Formen der Erkenntnisproduktion, die im Schnittfeld von Kunst und Wissenschaft entstehen. Die Förderung künstlerischer Forschung versteht das UBA als Beitrag zur Entwicklung einer Kultur der Nachhaltigkeit, die neue Perspektiven für die Lebensformen und Denkweisen einer zukunftsfähigen Gesellschaft entwirft.

Die 8 ausgewählten Projektthemen sind:

1. Bietet Design Lösungsansätze für Umweltprobleme?

2. Kann Kunst helfen, Korruption zu bekämpfen?

3. Überwindet Kunst die Kluft zwischen Wissen und Handeln im Klimaschutz?

4. Welche Auswirkungen hat die künstlich Ammoniaksynthese (Haber-Bosch-Verfahren) für Menschen und Umwelt?

5. Wie können wir bei „Postwachstum“ und „Suffizienz“ neue Wirksamkeit entfalten?

6. Was ist die Zukunft der Umweltprobenbank des Bundes?

7. Welche Haltung haben wir zu Nutztieren?

8. Sind Wassergefährdungsklassen ein gesellschaftlich relevantes Thema?

Detaillierte Informationen zu den Forschungsthemen finden sich in dem angehängent pdf. Bewerbung Die aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen sind bis zum 29. Juli 2018 ausschließlich per E-Mail einzureichen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Bewerbungsmappe (max. 15 MB) beinhaltet: - Lebenslauf bzw. künstlerischer Werdegang - Künstlerische Forschungsfrage (1 A4 Seite) - Motivationsschreiben unter Angabe der aktuellen künstlerischen Interessen und Projekte und Darstellung der Erwartungshaltung an das Tandem.

Stipendium und die Zusammenarbeit mit dem/der konkreten Wissenschaftler_in / dem konkreten fachlichen Experten-Team - eine repräsentative Auswahl eigener Arbeiten, Skizzen etc., Hinweise auf Veröffentlichungen, Internetpräsenz etc. (max. 10 Seiten) auf Deutsch oder Englisch

Für die Ausarbeitung der Bewerbungen wird keine Vergütung gewährt. Sämtliche Zahlungen erfolgen durch den Auftragnehmer des gleichnamigen Forschungsvorhabens. Etwaige finanzielle Forderungen der Stipendiaten sind deshalb nicht an das UBA zu richten. Alle eingehenden Bewerbungen werden unter Beachtung des Datenschutzes behandelt. Eine Speicherung von Datenträgern erfolgt nur solange und soweit dies für den Auswahlprozess erforderlich ist. Zugesandte Kataloge werden zurückgesandt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Infos zum Stipendium und zu den eingereichten Projekten: https://www.umweltbundesamt.de/neue-ansichten-open-call-tandem-stipendium-des-uba?parent=8656