Residenzprogramm Kunsthaus Mitte in Oberhausen

Frist: Donnerstag, 31. Dezember 2020

Das Kunsthaus Mitte in Oberhausen vergibt einmonatige Residenzen in den Bereichen Darstellende Künste, Bildende Künste, Musik, Film, Literatur, praxisorientierte Wissenschaft, Bildung. Das Residenzprogramm richtet sich an Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus NRW, die ihre Arbeit an der Schnittstelle Gesellschaft/Kunst verorten, bzw. in gesellschaftsrelevanten Kontexten wie dem Kunsthaus Mitte entwickeln wollen und deren Arbeitsweisen systemübergreifend sind. Fachliche Auseinandersetzungen sind gesetzter Bestandteil der Residenzen. Ebenso werden offene Gespräche mit anderen Expert*innen und Resident*innen organisiert; auch besteht die Möglichkeit eines Mentorings. Während jeder Residenz findet eine öffentliche Veranstaltung im Sinne der Resident*innen statt.

Die Residenzen werden dokumentiert; nach Ablauf der Pilotphase entsteht eine Publikation.

Durch die Diskursanbindung, die Residenzpflicht, das Mentoring, die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit den laufenden Programmen des Kunsthauses und den spezifischen Kontext Oberhausens, fördert das Programm Verbindlichkeit in der künstlerischen Arbeit sowie die gesellschaftliche wie kreative Kommunikation. Das Kunsthaus Mitte unterstützt nur Projekte und Vorhaben, die in ihrem Arbeitsprozess aktiv und eigenständig einen reziproken künstlerischen Austausch mit anderen Nutzern des Hauses und den Menschen der Umgebung suchen. Voraussetzungen: Arbeitsschwerpunkt und wohnhaft in NRW. Das Programm richtet sich an freischaffende Künstler*innen und Wissenschaftler*innen. Studierende sind ausgeschlossen.

Programmzeitraum: Februar 2021 - Juni 2021

Residenzdauer: 1 Monat (in begründeten Ausnahmen zwei Monate); es besteht Residenzpflicht

Leistungen:
- Arbeitsraum
- Wohnmöglichkeit im Kunsthaus
- € 1.000 Stipendium
- € 200 Reise und Verpflegungspauschale
- bis zu € 500 Materialkostenerstattung

Bewerbung: Vorhaben (max. 2 DIN A4), unter Angabe des präferierten Monats und eines alternativen Monats, CV, bisherige Arbeiten, Foto-/Video-Links (max. 3 DIN A4), Bewerbung ausschließlich per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Bewerbungsfrist: Verlängert bis zum 31.Dezember 2020 Infoveranstaltung: Es wird empfohlen zur Besichtigung einen Termin im Kunsthaus Mitte zu vereinbaren. Ein Pilotprojekt gefördert von der Kunststiftung NRW, gefördert von der Stadt Oberhausen, in Kooperation mit der Herz Jesu Gemeinde Oberhausen.

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Kunsthaus Mitte: Das Kunsthaus Mitte in Oberhausen besteht seit September 2019. Es arbeitet mit der Schnittstelle Gesellschaft/Kunst, indem es für individuelle künstlerische Tätigkeiten Räume zur Verfügung stellt und ein öffentliches Programm pflegt. Hierzu gehören bisher die Aktivitäten einiger Künstler in den Bereichen Musik, Film, Tanz, Skulptur und Malerei, öffentliche Aufführungen, Produktionen und die Programme "Kunst-Machen", ein offenes Atelier für alle Kunstinteressierten in diversen Sparten, sowie "Kunst und Kochen", wer zusammen kochen kann, kann auch zusammen Kunst machen und in einer Stadt zusammen leben, sowie "Kunst und Sprache", in dem ein künstlerischer Umgang mit dem Lernen verschiedener Sprachen gepflegt wird. Darüber hinaus findet ein Residenzprogramm statt, das Projekt "Tanz-Arbeit Oberhausen" und es sind ein Nachbarschafts-Kunst Projekt im Stadtviertel, Musikveranstaltungen, Diskussionsrunden und performative Produktionen geplant. Das widerspruchslose Miteinander freier Kunstausübung und die für alle Interessierten zugängliche Kunstpraxis haben einen Ort für Kunstinteressierte und Professionelle mit unterschiedlichsten Ideen geschaffen. Hier muss die Symbiose von Gesellschaft und Kunst nicht künstlich konstruiert werden, sondern sie ist Nährboden für freie Kunstausübung und kreative Relationen in weitere Lebensbereiche. Die Arbeit des Kunsthauses weicht der aktuellen Verantwortung für Gesellschaft nicht aus, vermeidet aber mit konsequenter Arbeit an diesbezüglichen und davon nicht tangierten künstlerischen Prozessen eine Vereinnahmung der Kunst durch andere Gesellschaftssysteme oder deren Institutionen. Das Kunsthaus befindet sich mitten im alten Zentrum Oberhausens, kaum 60 Meter von der Einkaufsstraße entfernt. Das dreistöckige Gebäude birgt elf nutzbare Räume zwischen 7,5-40 qm auf ca. 200 qm Nutzfläche verteilt. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich nutzbare Räume einiger Kooperationspartner mit bis zu 140 qm. Mit dem Eigentümer des Hauses, der Herz Jesu Gemeinde, besteht ein Mietvertrag. Nebenbei bemerkt, handelt es sich bei der Herz Jesu Kirche um diejenige Kirche, in der Christoph Schlingensief Messdiener gewesen ist und welche er in seiner letzten Ausstellung im deutschen Pavillon in Venedig für die "Kirche der Angst" nachgebaut hat. Die wesentlichen Kooperationspartner des Hauses in Oberhausen sind die Herz Jesu Gemeinde, die Kunststiftung NRW, das Kulturbüro der Stadt Oberhausen, das Kulturdezernat der Stadt Oberhausen, das Innenstadtbüro der Stadt Oberhausen und die Initiative Neustart Kultur Tanzpakt Reconnect. Bisher wurden Projekte des Hauses von folgenden Organisationen gefördert: Stadt Oberhausen, Kunststiftung NRW, Verfügungsfonds der Stadt Oberhausen, Landesbüro freie Darstellende Künste, Interkultur Ruhr, Sparkassen Bürgerstiftung, LAG Soziokultur NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative Neustart Kultur Tanzpakt Reconnect. Das Haus wird durch eine offiziell anerkannte Organisationsentwicklung und Qualitätssicherung begleitet. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.kunsthausmitte.de facebook: KunsthausMitte