Spielräume: künstlerisch-digitale Formate und Erlebniswelten

Frist: Donnerstag, 31. März 2022

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Die "Spielräume" von Oper und Schauspiel im Analogen sind schier endlos. Mit Darsteller:innen, Musik, Sprache und Ausstattung können auf einer leeren Bühne die unterschiedlichsten Erlebniswelten im Hier und Jetzt geschaffen werden. Doch welche neuen (virtuellen) Räume lassen sich durch die Einbeziehung digitaler Welten erobern? Die Komische Oper Berlin (KOB) und das Berliner Ensemble (BE) wollen für ihre Häuser künstlerische Formate entwickeln, die neue Technologien mit den klassischen Elementen, Fähigkeiten und Ressourcen von Theater und Oper verschmelzen. Im Rahmen des Projekts "Spielräume" wird daher unter anderem das Gewinner-Projekt einer Ausschreibung umgesetzt werden. Eingereicht werden können künstlerische Vorhaben, die mit digitalen Technologien nachhaltig und innovativ neue Spielräume schaffen.

Gesucht werden dezidiert Formate, die den analogen und digitalen Raum miteinander verbinden, außerdem inszenatorisch und erzählerisch mit Schauspieler:innen, Sänger:innen und/oder Musiker:innen arbeiten, sowie das Live-Erlebnis des Theaterbesuchs nicht ausschließen. Der Fokus liegt auf Formaten, die sich als Hybride zwischen den analogen Mitteln des Theaters und der Oper sowie neuen digitalen Technologien verstehen lassen. Bevorzugt werden großformatige künstlerische Projekte, die unter Einbeziehung der Ensembles von BE und KOB realisiert werden können. Die daraus entstehende Produktion muss nicht repertoirefähig sein, sondern kann auch in Form einer temporären Installation oder eines einmaligen Events (das nicht notwendigerweise den üblichen zeitlichen Rahmen einer Theateraufführung einhalten muss) stattfinden. Als Ort der Umsetzung wären etwa die Räumlichkeiten des Berliner Ensembles, der öffentliche Raum oder aber andere Räumlichkeiten denkbar. Wünschenswert wäre es, dass das Format in seiner Konzeption so angelegt ist, dass es möglichst vielen Zuschauer:innen zugänglich gemacht werden kann (möglichst keine Installationen für einzelne oder nur sehr wenige Zuschauer:innen).

Thematisch gibt es keine Vorgaben: die Auseinandersetzung mit erzählerischen gegenwärtigen Stoffen ist genauso möglich wie Recherche-Arbeiten, die Interpretation klassischer Werke oder eine thematische/kritische Beschäftigung mit den verwendeten Technologien. Die Ausschreibung ist Teil des Kooperationsprojekts "Spielräume" gefördert im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

ABLAUF Im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlprozederes soll ein Projekt ausgewählt werden:
1. Schriftliche Bewerbung mit folgenden Unterlagen:
— Kurzkonzept zum Projekt (max. 1 Seite)
— Budgetaufstellung (max. 1 Seite)
— Biografien der beteiligten Künstler:innen bzw. Gruppen (max. 1 Seite)

Die Ausschreibung ist bis zum 31.03.2022 offen. Das Kurzkonzept ist digital in Form eines zusammenhängenden PDFs und ggfls. mit Verlinkungen zu Videos oder anderen Anhängen an folgende Mailadresse zu senden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

2. KONZEPTAUSARBEITUNG UND PITCH:
Eine Jury, bestehend aus hausinternen und externen Juror*innen wählt bis zu 5 Vorhaben aus der ersten Runde aus. Die ausgewählten Bewerber*innen werden in einer zweiten Runde um Folgendes gebeten:
— Schriftliche Ausarbeitung des Konzepts (ca. 5 Seiten)
— Persönliche Vorstellung des Konzepts an den Häusern vor Juror:innen, Intendanzen und Kernteam des "Spielräume" Projekts.

Jene Konzeptverfeinerungen, welche nicht final von der Jury im Rahmen der zweiten Runde ausgewählt wurden, erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 2.500 € (brutto). Die Einladung zur Einreichung eines ausgearbeiteten Konzepts erfolgt via E-Mail bis zum 29.04.2022.

Die Konzepte sollen bis zum 27.05.2022 fertig ausgearbeitet werden und in der ersten Juniwoche (KW 23) im Rahmen eines Termins vor Ort präsentiert werden. Die finale Entscheidung wird zeitnah nach den Terminen im Juni kommuniziert, um einen Produktionsstart zur neuen Spielzeit ab September 2022 zu gewährleisten. Das Gewinnerkonzept kann eine Produktionsphase während der gesamten Spielzeit 22/23 in Anspruch nehmen und muss in der zweiten Junihälfte 2023 umgesetzt werden.

BUDGET
Dem final ausgewählten Konzept stehen 120.000,00 € (brutto) Produktionsbudget zur Verfügung. Interne Aufwände, die von den Häusern bei entsprechender Vorplanung als Eigenleistung gestellt werden können, sind neben der Spielstätte (BE indoor, outdoor) mit technischer Einrichtung bspw.: Einbezug beider Ensembles (Schauspiel:innen, Sänger:innen, Chor, Orchester), Betreuung durch Gewerke, Hauspersonal und technische Schlüsselkräfte, Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit, Ticketing. Darüber hinausgehende Leistungen müssen im Budget dargestellt werden.