hysteria

Frist: Mittwoch, 10. Februar 2021

hysteria

“The history of hysteria is a history of the relation between the colonizing father and the colonized devalued other.” Judith L. Alpert

Wurde Hysterie noch bis weit ins 20. Jahrhundert als psychische Frauen*krankheit gesehen und mit gewaltvollen Methoden behandelt, erlebt sie heute ein denkwürdiges Revival. Aber was genau ist Hysterie? Welche Formen kann sie annehmen? Wann ist hysterisches Verhalten ein benötigter Aufschrei, wann ist es übertriebener Egoismus? Warum mangelt es an Unterstützung für Menschen, die nicht stillschweigend hinnehmen wollen, was mit ihnen geschieht? Wie schaffen es Politiker*innen immer noch mit Polemik Ängste zu schüren? Diese und weitere Fragestellungen behandelt die  Ausstellung hysteria, die vom 12. bis 14. März im kollektiv drei in Wuppertal stattfindet.

In den Räumlichkeiten sollen dafür weitere Arbeiten diverser Künstler*innen aller Sparten gezeigt werden, die "Hysterie" und den Umgang mit eben dieser thematisieren. Mit hysteria möchten wir die patriarchalen Strukturen der Kunst- und Kulturbranche durchbrechen, denn es sind vor allem marginalisierte Personengruppen, die mit dem Vorwurf der Hysterie konfrontiert, und deren Stimmen weitestgehend übergangen, angeeignet oder zensiert werden. Daher richtet sich diese Ausschreibung insbesondere an FLINTA und Künstler:innen of Color.

Wir freuen uns über eure Einreichungen bis zum 10. Februar 2021.