Liminale - Festival der freien Theater

Frist: Samstag, 30. Juni 2018

LIMINALE Festival der Freien Theater 03.- 06. April 2019 Z-Bau Nürnberg

Die LIMINALE wird von VertreterInnen der freien Theaterszene Nürnbergs -FAFT e.V.- in Kooperation mit dem Z-Bau organisiert.

JETZT. RECHT. RAUSCH. 3 Abende, 3 Themen: an jedem Abend ist eine regionale und eine überregionale Theatergruppe eingeladen, ihre Produktionen zu zeigen. Nach dem Besuch beider Aufführungen partizipieren die Zuschauer an einer künstlerischen Auseinandersetzung zwischen den Akteuren der Aufführungen. Wir suchen nur Produktionen, die sich konkret inhaltlich, künstlerisch und ästhetisch mit einem der drei Themenfelder JETZT.RECHT.RAUSCH. auseinandersetzen. Pro Gruppe kann nur eine Inszenierung eingereicht werden. Die Ausschreibung richtet sich an Freie Gruppen und Freie Künstler. Produktionen aus den Bereichen des Kinder-und Jugendtheaters können leider nicht berücksichtigt werden. Bewerbungen bis zum 30. Juni 2018 mit ausgefülltem Bewerbungsformular sowie technischem Fragebogen und weiteren Materialien per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

JETZT. Jetzt - Jetzt ist jetzt. Eindeutig und unbewegt, nicht unbekannt, wie die Zukunft und nicht interpretierbar, wie die Vergangenheit. Ist das so? Jetzt ist eine Zeitbeschreibung, ein Moment der schon vergangen ist, wenn man ihn ausspricht, der im Gedanken an die Zukunft immer als Zustand implementiert ist. Er umschreibt alle Zeitebenen und doch nur die eine. Ist es so eindeutig über das "Jetzt" zu reflektieren, über den Moment, der immer im Vergehen ist, nachzudenken, den Ausdruck in Theaterformen zu finden? Theater findet immer in diesem "Jetzt" statt und ist damit schon immer vergangen und gleichzeitig wieder Zukunft im Prozeß des Rezensierens. Was wir suchen sind Produktionen, die sich mit diesem „Jetzt“ beschäftigen, die sich einer gesellschaftlichen und durchaus auch politischen Form dessen annehmen. Wir leben in einem „Jetzt“ das keine eindeutige Situation von gesellschaftlichen Zusammenleben, Werten und persönlichen Zuständen beschreibt. Eine Zeit der Vielfalt, der Schnelligkeit, der Freiheit und der Bewußtlosigkeit. Was ist unser „Jetzt“?

RECHT. RECHT. Mein Recht. Mein Recht, geliebt zu werden. Mein Recht zu lieben. Mein Recht auf Respekt und Wertschätzung. Mein Recht auf Miteinander und Einsamkeit. Mein Recht zu sein. Mein Recht am Tag und in der Nacht. Ein Recht für alle Zeit und alle Menschen. RAUSCH. Was empfindet man? Was sieht man? Wunderdinge? Ausserordentliche Schauspiele? Ist es herrlich? Ist es schrecklich? Ist es sehr gefährlich? (…) Das Gewirr der Linien wird zur deutlichen Sprache, in der du die Erregung und die Sehnsucht der Seelen liest. Charles Baudelaire: Die künstlichen Paradiese, 1925. Der Rausch beginnt. Jetzt. Er bricht aus und es gibt kein Zurück. Er ist da. Er legt sich über mein Empfinden, manipuliert, verstärkt, lässt zu. Ich lasse zu. Geöffnete Synapsen intensivieren das Erleben. Subjektive Ekstase durchdringt meinen Körper. Ich spüre mich. Ich spüre Dich. Ich spüre die Welt. Ich bin eins. Ich bin die Welt. Ich bin verloren. Ausgeliefert. Ich bin im Rausch, im Theater der Sinne. Ich bin im Theater, im Rausch der Sinne.

Es gibt keine Wahrheit und kein Entkommen. Bewerbungen bis zum 30. Juni 2018 mit ausgefülltem Bewerbungsformular sowie technischem Fragebogen und weiteren Materialien per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.liminale.de www.z-bau.com