Theater und Technik

Frist: Dienstag, 15. Mai 2018

Der 14. Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft „Theater und Technik“ will das Theater, seine Geschichte, Theorie und Ästhetik unter dem Vorzeichen seiner technologischen Bedingung beleuchten. Keynotes und Vorträge zu acht Themenbereichen werden dabei durch Gespräche, Workshops und performative Projekte ergänzt. Alle Informationen zu Teilnahme und Anmeldung können dem Call for Papers entnommen werden (siehe Download). Die Geschichte, Theorie und Ästhetik des Theaters sind eng mit der Frage der Technik und mit (medien-)technologischen Entwicklungen verwoben, jedoch zeigt sich diese Verbindung als Unschärferelation: Die technische Bedingtheit von Theater tritt häufig hinter Fragen der künstlerischen Gestaltung zurück. Der Kongress widmet sich dem Verhältnis von Theater und Technik – der Wirkkraft und Kontinuität von Techniken, Praktiken und Dingen – unter dem Vorzeichen der technologischen Bedingung. Analog zur Maler-Pinsel-Denkfigur soll gefragt werden, was die Technik mit dem Theater macht und umgekehrt. Wie verändern sich mit dieser Perspektive die Konzepte von Theater, von Wissen und von Subjektivität? Wie wandeln sich die Beschreibungen der jeweiligen „Theatralitätsgefüge“ (Rudolf Münz), wenn wir nicht von empirischen Technikgeschichten der Trennung und Alterität ausgehen, sondern sie in ihrer Verwobenheit und situativen Bedingtheit in den Blick nehmen? Die Revision des Verhältnisses von Theater und Technik eröffnet spezifische Fragen nach den Weisen des Hervorbringens, der (künstlerischen) Produktion und nach dem Verhältnis von Natur und Kultur. Zudem lassen sich in dieser Perspektivierung auch körper-, geschlechts- und gendertheoretische Fragen, bspw. Cyborg-Theorien, neu konturieren sowie abendländische Konzeptionen von Technik und ihre kolonialen Verflechtungen kritisch befragen. Es können Beiträge zu folgenden Sektionen eingereicht werden: - Theater und Technik im Zeichen ihrer technologischen Bedingung - Techniken des Körpers - Techniken des Raumes / Prozesse der Verortung - Techniken des (Re-)Produzierens - Dramaturgie und / als Technik - Technik dekolonisieren - Theater der (technischen) Dinge - Pop-Techniken Informationen zur Einreichung: Bitte reichen Sie Ihr Abstract für einen Vortrag (max. 1500) oder kuratiertes Panel (max. 3000 Zeichen) sowie ein kurze CVs bis spätestens 15. Mai 2018 per E-Mail ein: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Voraussetzung für die Teilnahme ist die Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Theaterwissenschaft.