WIENWOCHE 2020 »power & privilege«

Frist: Montag, 27. Januar 2020

Als intersektionales Kunstfestival zentriert die Wienwoche mit dem Thema „power & privilege“ 2020 das Konzept von Privilegien und die damit einhergehenden Machtverhältnisse.

Wir befinden uns an einem Punkt, an dem es unabkömmlich ist, sich mit Macht- und Unterdrückungsmechanismen auseinanderzusetzen und zu verstehen, wie Privilegien, wenn sie also solche nicht erkannt werden, zur Aufrechterhaltung eines von Gewalt und Unrecht geprägten Systems beitragen. Der Fokus auf Macht und Privilegien erlaubt es uns, lokale und globalen Diskurse und Veränderungen differenziert zu reflektieren und zu verhandeln.

Ihr sucht etwa die Auseinandersetzung mit Verteilungsfragen, Armutsbekämpfung, Arbeitsverhältnissen, Familienkonstruktionen, Elternschaft, Lebensentwürfen, Stigma, queer*feministischen Kämpfen, Wohn- und Stadtpolitik oder Diskriminierungsmechanismen in Politik und Gesellschaft? Lasst uns in der Privilegienlotterie spielen und einen Umschulungsprozess veranlassen. Lasst uns Räume für Geständnisse öffnen und einen Wettbewerb der kollektiven Beichte ausschreiben. Sorgen wir gemeinsam für eine Entgiftung von toxischen Strukturen entgiften.

Bringt uns Tanz, Installationen, Skulpturen, Theater, Interventionen, Bilder, Texte, Sounds, Performances, Medienkunst, Forschung, Ausstellungen oder etwas Anderes und lasst uns gemeinsam Räume besetzen und die großen Bühnen übernehmen. Eure Einreichung soll sich künstlerisch mit der Reflexion von Macht & Privilegien, dem patriarchalen System, deren Schnittstellen und deren Einfluss auf institutionelle Strukturen befassen.

Wir laden alle ein und freuen uns über Arbeiten von Menschen jeden Alters und in jeglichen Lebensumständen. Wir freuen uns auf Arbeiten, die von gelebten Verhältnissen, von Privilegien und Klasse erzählen, sowie Arbeiten, die sich mit der Kritik an dem vorherrschenden ‚Weiß sein’ in allen pädagogischen Institutionen befassen. Arbeiten, die allem voran Race & Gender als soziale Normen und Strukturen hinterfragen, dekonstruieren und konfrontieren.

- WW 2020 sucht nach Kollektiven, Initiativen und Einzelakteur*innen.

- WW 2020 fördert Konzepte unterschiedlichster Formate und Sparten.

- Wir suchen nach Projekten, die Kooperationen mit Kunst- und Kulturinstitutionen, zivilgesellschaftlichen Initiativen, NGOs oder aktivistischen Gruppen andenken.

- Wir suchen nach Projekten, die interdisziplinär und mehrsprachig arbeiten.

- Wir suchen nach Akteur*innen, die intersektional arbeiten.

- Wir suchen nach Kollektiven, die gemeinsam mit dem WW-Team nachhaltige Kunst und Kulturprojekte entwicklen wollen.

- Wir wünschen uns Einreichungen, die sowohl den politischen Raum, als auch Arbeitsbedingungen in der Kunst- und Kulturproduktion mitdenken.

- Wir wünschen uns Akteur*innen, die Lust haben im Austausch mit dem WW-Team konzeptionelle Ideen weiterzuentwickeln und zu realisieren.

- WW 2020 sucht nach Projekten mit radikalen Ideen, inhaltlichen Reibungsflächen und Synergien im Wirkungsraum.

- Bereits bestehende Workshops oder Lecture-Formate, die in den Themenbereich der Ausschreibung 2020 fallen, können ebensfalls eingereicht werden.

- Einreichen per Video: Projektideen können auch als Videoclip eingereicht werden: Der Videoclip darf max. 2-3 min. lang sein und muss alle relevanten inhaltlichen und konzeptionellen Punkte beinhalten.


Welche Mittel stehen den Projekten zur Verfügung?

Wir fördern Projekte, deren Budgets sich zwischen 1.500€ und 15.000€ bewegen.
Förderungen von anderen Stellen sind kein Ausschlussgrund.